Erläuterung
Glycin ist einer der Bausteine, aus denen Eiweiße aufgebaut sind. Als Bestandteil des Kollagens ist es besonders in Haut, Knochen, Sehnen und Knorpeln zu finden. Darüber hinaus ist Glycin als Neurotransmitter an der Reizweiterleitung im Nervengewebe beteiligt und spielt bei der Synthese verschiedener anderer körpereigener Verbindungen eine Rolle. Die selbst leicht süßliche Verbindung sowie ihr Natriumsalz sind als Zusatzstoff zugelassen. Sie runden den Geschmack von Süßstoffen ab.
Herstellung
Glycin kann aus Chloressigsäure und Ammoniak synthetisiert werden. Auch die Gewinnung aus natürlichem Kollagen bzw. Gelatine ist möglich.
Einsatz
Glycin ist ohne Höchstmengenbeschränkung für Lebensmittel allgemein zugelassen. Ausgenommen sind lediglich unbehandelte und solche Lebensmittel, die nach dem Willen des Gesetzgebers nicht durch Zusatzstoffe verändert werden sollen. Glycin wird unter anderem eingesetzt in:
- Süßstofftabletten
- Suppen, Soßen
- Fleischerzeugnissen
- Würzen
Sicherheit
- ADI-Wert: nicht festgelegt
- Glycin gilt als unbedenklich.