Erläuterung
Glucono-delta-lacton entsteht vor allem beim Trocknen oder Erhitzen aus Gluconsäure (E 574). Die Verbindung ist daher natürlicher Bestandteil von getrockneten Früchten. Als Lebensmittelzusatzstoff ist Glucono-delta-lacton wegen seiner verzögerten Säurewirkung interessant. Glucono-delta-lacton hat zunächst einen leicht süßlichen Geschmack und keine Säurewirkung. Erst wenn es durch verschiedene äußere Einflüsse zu Gluconsäure umgewandelt wird, ist es ein mildes Säuerungsmittel. Dieses Verhalten ist zum Beispiel bei der Herstellung von Milchprodukten von Bedeutung, die erst nach dem Abfüllen gelieren sollen. Bei anderen Produkten, wie etwa Schnellpuddings, soll sich die erwünschte Säure erst entwickeln, wenn das Produkt fest geworden ist. Als Säureträger in Backpulvern sorgt Glucono-delta-lacton dafür, dass Teige langsam aufgehen.
Herstellung
Glucono-delta-lacton wird durch das Eindampfen von Gluconsäure (E 574) gewonnen.
Einsatz
Glucono-delta-lacton ist ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für Lebensmittel allgemein zugelassen. Ausgenommen sind lediglich unbehandelte und solche Lebensmittel, die nach dem Willen des Gesetzgebers nicht durch Zusatzstoffe verändert werden sollen. Das Säuerungsmittel ist unter anderem zugelassen für:
- Käse (auch in Scheiben oder gerieben)
- Obst- und Gemüsekonserven
- Teigwaren
- Rohwurst und Fischerzeugnisse
- Desserts und Joghurt
qs = quantum satis (wörtlich etwa: ausreichende Menge). Eine Höchstmenge ist nicht vorgeschrieben. Es darf jedoch nur soviel eingesetzt werden, wie für die gewünschte Wirkung unbedingt notwendig ist.
Sicherheit
- ADI-Wert: nicht festgelegt
- Glucono-delta-lacton gilt als unbedenklich.