Erläuterung
Die Esterverbindungen von Speisefettsäuren mit polymerisiertem Glycerin sind auch bei hohen Temperaturen stabil. Ihre chemische Struktur erlaubt es ihnen, Öl-in-Wasser- sowie Wasser-in-Öl-Emulsionen zu bilden. Zudem halten sie mit Luft aufgeschlagene Lebensmittel stabil und verhindern das unerwünschte Spritzen von Fetten beim Erhitzen.
Herstellung
Polyglycerinester entstehen in einer mehrstufigen chemischen Reaktion aus Glycerin und Fettsäuren. Die Herstellung der Fettsäuren kann aus tierischen Rohstoffen erfolgen, üblicherweise werden jedoch Soja- oder andere pflanzliche Öle verwendet. Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen ist möglich.
Einsatz
Polyglycerinester von Speisefettsäuren sind nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Dazu gehören unter anderem:
- Kuchen, Kekse, Blätterteiggebäck (max. 10 g/kg)
- Süßwaren und Desserts (max. 5 g/kg)
- Getränkeweißer (max. 0,5 g/kg)
- Fettzubereitungen (max. 5 g/kg)
Darüber hinaus werden Polyglycerinester von Speisefettsäuren auch für die Herstellung von Kosmetika eingesetzt.
Sicherheit
- ADI-Wert: 25 mg/kg Körpergewicht pro Tag
- Polyglycerinester von Speisefettsäuren gelten als unbedenklich.
- Sie gehen in den Fettstoffwechsel ein.