Erläuterung
OSA-modifiziertes Gummi arabicum vereint die Eigenschaften von chemisch modifizierter Stärke (konkret E 1450) und Gummi arabicum (E 414). Die langkettigen, weit verzweigten Kohlenhydratketten des Gummi arabicums sind mit Octenylbernsteinsäure (engl. Octenyl Succinic Anhydride, OSA) verestert, was dem Stoff zusätzliche emulgierende Eigenschaften verschafft.
Für die Lebensmittelindustrie ist der Stoff interessant, weil er schwach, dafür aber sehr stabil verdickend und zugleich emulgierend wirkt. Damit lassen sich fetthaltige Verbindungen – wie beispielsweise Vitamin- oder Aromazubereitungen – in wässriger Umgebung sehr gleichmäßig verteilen. Die so hergestellten Produkte behalten ihre Konsistenz über lange Zeit.
Im Vergleich zu reinem Gummi arabicum kann E 423 bei gleichbleibender Struktur und Konsistenz deutlich mehr fetthaltige Verbindungen in wässriger Umgebung vermitteln. Das macht den Stoff insbesondere für die Getränkeindustrie interessant.
Herstellung
OSA-modifiziertes Gummi arabicum wird durch chemische Reaktion aus Gummi arabicum und Octenylbernsteinsäure (engl. Octenyl Succinic Anhydride, OSA) hergestellt.
Einsatz
OSA-modifiziertes Gummi arabicum ist ausschließlich zugelassen für:
- Glasuren für Feine Backwaren
- Soßen
- aromatisierte Energiegetränke
- aromatisierte fruchtsafthaltige Getränke
- Aromazubereitungen
Sicherheit
- ADI-Wert: nicht festgelegt
- Octenylbernsteinsäuremodifiziertes Gummi arabicum gilt als unbedenklich.
- Die Substanz wird langsam über den Dickdarm aufgenommen und über den Stoffwechselweg der kurzkettigen Fettsäuren verwertet. Die EFSA geht davon aus, dass E 423 genauso wie E 414 bei entsprechend veranlagten Menschen allergieähnliche Symptome hervorrufen kann.