Erläuterung
In der Lebensmittelindustrie wird Polyglycitol eingesetzt, um zuckerreduzierten und energieverminderten Lebensmitteln Masse ohne Kalorien zu verleihen, zusätzliches Wasser fest im Produkt zu binden und die Konsistenz stabil zu halten.
Herstellung
Polyglycitolsirup wird aus einer Mischung aus Glucose, Maltose und langkettigen Kohlenhydraten gewonnen. Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen ist möglich.
Einsatz
Polyglycitolsirup ist mit Höchstmengenbeschränkung nur für bestimmte energiereduzierte oder ohne Zuckerzusatz hergestellte Lebensmittel zugelassen. Dazu gehören unter anderem:
- Speiseeis (max. 200 g/kg)
- Feine Backwaren (max. 300 g/kg)
- Kaugummis (max. 200 g/kg)
- Konfitüren und andere Brotaufstriche (max. 500 g/kg)
- Frühstücksgetreideflocken (max. 200 g/kg)
Sicherheit
- ADI-Wert: nicht festgelegt
- Polyglycitolsirup gilt als unbedenklich.
- Beim Verzehr größerer Mengen kann es zu Durchfällen, Bauchschmerzen und Blähungen kommen. Lebensmittel, in denen der Anteil an Zuckeraustauschstoffen bei mehr als 10 % liegt, tragen daher den Warnhinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“.