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E 239

Hexamethylentetramin

 

Konservierungsstoff

 

auch: Methenamin

 

Erläuterung

Der Konservierungsstoff Hexamethylentetramin wirkt gegen Bakterien, jedoch kaum gegen Hefen und Schimmel. Tatsächlich wirksam ist jedoch nicht der Stoff selbst, sondern Formaldehyd, das in Gegenwart von Eiweißen oder in saurer Umgebung von Hexamethylentetramin abgespalten wird. Formaldehyd entsteht auch im Zellstoffwechsel und wird über die Nieren ausgeschieden.

Herstellung

Hexamethylentetramin entsteht durch chemische Synthese aus Formaldehyd und Ammoniak in wässriger Lösung.

Einsatz

Hexamethylentetramin ist ausschließlich für die Käsesorte Provolone zugelassen. Der zulässige Höchstwert von 25 mg/kg bezieht sich auf freies Formaldehyd.

Als medizinischer Wirkstoff ist Hexamethylentetramin in Arzneimitteln unter anderem gegen Harnwegsinfektionen im Einsatz.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: nicht festgelegt

  • Hexamehtylentetramin gilt in den als Zusatzstoff verwendeten Mengen als unbedenklich. Es wird im Körper nur sehr langsam abgebaut und größtenteils unverändert ausgeschieden. Die strenge Begrenzung auf nur eine Käsesorte und der entsprechend niedrige Verzehr lassen kaum schädliche Auswirkungen befürchten.

  • Formaldehyd selbst gilt als krebserregend und darf deshalb als Konservierungsstoff in Kosmetika nicht mehr eingesetzt werden.

 

16. Januar 2013 [nach oben springen]

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