Mi 23.10.2019 | 14:36 Uhr

E 355

Adipinsäure

 

Säuerungsmittel, Säureregulator

 

auch: Hexandisäure, Butandicarbonsäure

 

Erläuterung

Adipinsäure ist natürlicherweise in Zuckerrübensaft und Melasse enthalten. Sie entsteht zudem, wenn Fette ranzig werden. Ihr milder, sauer-salziger Geschmack hält lange an, was sie zu einem beliebten Überzugmittel zum Beispiel für Fruchtkaugummi macht. Adipinsäure zieht kaum Wasser an und ist daher besonders gut für pulverförmige Lebensmittel mit langer Lagerdauer geeignet. Sie unterstützt zudem die Wirkung von Geliermitteln.

Herstellung

Adipinsäure wird rein chemisch synthetisiert.

Einsatz

Adipinsäure ist ausschließlich zugelassen für:

  • Trockendessertpulver (max. 1g/kg)

  • Füllungen für Gebäck (max. 2 g/kg)

  • Überzüge für Süßwaren (max. 2 g/kg)

  • Desserts (max. 1 bzw. 6 g/kg)

  • Getränkepulver (max. 10 g/l)

Adipinsäure wird darüber hinaus als Kochsalzersatz eingesetzt. Sie kommt zudem in der Kunststoffindustrie (Baustein des Nylon) sowie in Arzneimitteln und Kosmetika zum Einsatz.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: 5 mg/kg Körpergewicht (für die Summe aller Adipate)

  • Adipinsäure gilt als unbedenklich.

 

Siehe auch:

 

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17. Januar 2013 [nach oben springen]

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