E 251 |
Natriumnitrat |
Bio | | |
Konservierungsmittel |
Erläuterung
Natriumnitrat ist ein natürlicher Bestandteil
der Böden und kommt deshalb in allen pflanzlichen Lebensmitteln in
unterschiedlicher Menge vor. Als Lebensmittelzusatzstoff wird es
gegen Bakterien, insbesondere Clostridium botulinum, den
Botulismus-Erreger, eingesetzt. Wirksam ist jedoch nicht das Nitrat,
sondern Nitrite, die durch mikrobiellen Umbau des Nitrats entstehen.
Dieser Prozess verläuft jedoch unkontrollierbar, weshalb Pökelsalz
mit Natriumnitrat nur zum Trockenpökeln eingesetzt wird. Für die
Nass- und Spritzpökelung werden Natriumnitrit und Kaliumnitrit
verwendet.
Nur ein geringer Teil der Nitrataufnahme
stammt aus den Zusatzstoffen E 251 und E 252. Das meiste Nitrat gelangt
über pflanzliche Lebensmittel und Trinkwasser in den menschlichen
Organismus.
Herstellung
Natriumnitrat wird durch chemische Synthese
aus Stickstoffoxiden gewonnen.
Einsatz
Natriumnitrat ist als Bestandteil des Pökelsalzes zugelassen für:
Natriumnitrat ist außerdem
Konservierungsstoff für:
Die EG-Öko-Verordnung schließt die Verwendung
von Nitritpökelsalz für Bio-Fleischerzeugnisse nicht ausdrücklich
aus. Daher können auch Bio-Produkte gepökelt sein. Hersteller, die
nach den Richtlinien der ökologischen Anbauverbände Bioland, Demeter
und Gäa arbeiten, dürfen Nitritpökelsalz jedoch nicht verwenden.
Sicherheit
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ADI‑Wert: 5 mg/kg Körpergewicht
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Nitrat ist unbedenklich. Gesundheitliche Risiken entstehen durch
Nitrite und Nitrosamine, die in den Lebensmitteln selbst sowie
im menschlichen Organismus aus Nitraten gebildet werden.
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Nitrite wirken blutdrucksenkend und gefäßerweiternd. Sie verändern
den roten Blutfarbstoff Hämoglobin der dann keinen Sauerstoff
mehr transportieren kann. In Mengen ab etwa 0,5 g sind Nitrite
akut giftig. Erwachsene Menschen verfügen über ein Enzym, das den veränderten roten
Blutfarbstoff schnell wieder in das sauerstofftransportierende
Hämoglobin umwandelt. Im Blut von Säuglingen ist der rote
Blutfarbstoff durch Nitrit aber besonders leicht zu verändern.
Zusätzlich ist das helfende Enzym bei Kindern unter sechs
Monaten noch nicht voll verfügbar. Daher kann Nitrit - vor allem
aus nitratreichem Wasser oder Gemüse - bei ihnen zu innerem
Ersticken führen.
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Aus Nitrit entstehen im Zusammenspiel mit Eiweißbausteinen
(Aminen) so genannte Nitrosamine. Sie zählen zu den stark
krebserregenden Stoffen und zeigten sich im Tierversuch als
schädlich für Leber und Erbgut. Die chemische Umwandlung von
Nitrat über Nitrit zu Nitrosaminen findet zum Beispiel beim
Braten oder Grillen gepökelten Fleisches statt. Aus diesem Grund
wird davon abgeraten.
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Ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr gepökelter
Fleischerzeugnisse und Krebserkrankungen des Magens oder des
Gehirns konnte bisher nicht nachgewiesen werden.
Siehe auch:
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