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E 622

Monokaliumglutamat

GVO

 

Geschmacksverstärker

 

auch: Kaliumglutamat, Glutamat

 

Erläuterung

Monokaliumglutamat ist das Kaliumsalz der Glutaminsäure (E 620)Glutaminsäure (E 620). Obgleich es wie sie als Geschmacksverstärker zugelassen ist, wird Kaliumglutamat überwiegend als Ersatz für Kochsalz eingesetzt.

Herstellung

Monokaliumglutamat wird aus Glutaminsäure (E 620)Glutaminsäure (E 620) hergestellt. Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismengentechnisch veränderter Organismen ist möglich.

Einsatz

Monokaliumglutamat ist in einer Menge von maximal 10 g/kg für Lebensmittel allgemein zugelassen. Ausgenommen sind lediglich unbehandelte und solche Lebensmittel, die nach dem Willen des Gesetzgebers nicht durch Zusatzstoffe verändert werden sollen. Monokaliumglutamat wird unter anderem in diätetischen Lebensmitteln eingesetzt.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: nicht festgelegt

  • Monokaliumglutamat gilt als unbedenklich.

  • Es geht in den Eiweißstoffwechsel ein und wird vollständig verwertet.

  • Glutaminsäure und Glutamate wurden in der Vergangenheit mit der Entstehung des so genannten „China-Restaurant-Syndroms“ in Verbindung gebracht. Die Betroffenen klagen über Kopf- und Gliederschmerzen, Taubheit im Nacken sowie Übelkeit nach dem Verzehr von Speisen, die Glutamate als Zusatzstoffe enthalten. Diese These konnte so nicht bestätigt werden. Zwar können die Symptome auftreten, wenn in sehr kurzer Zeit mehr als 10 g Glutamat aufgenommen werden. Solche Mengen sind jedoch praktisch nicht durch den Verzehr von Lebensmitteln zu erreichen. Es wird daher vermutet, dass die Symptome bei entsprechend veranlagten Menschen durch andere Stoffe (z.B. Histamin) bzw. deren Zusammenspiel mit Glutamaten in den jeweiligen Speisen hervorgerufen werden.

  • Auch die These, als Zusatzstoff eingesetzte Glutamate seien an der Entstehung von Krankheiten des zentralen Nervensystems beteiligt, konnte nicht bestätigt werden.

 

Siehe auch:

 

Gentechnik

GVO

Bei der Herstellung dieses Zusatzstoffes ist der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) möglich.
  Nähere Informationen

TransGen: Glutaminsäure

09. August 2006 [nach oben springen]

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