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E 541

Saures Natriumaluminiumphosphat

 

Backtriebmittel

 

auch: Natriumaluminiumphosphat, Phosphate, Aluminium-Natriumphosphat, sauer

 

Erläuterung

Calciumferrocyanid ist eine Calciumverbindung des Ferrocyanids. Ferrocyanide sind Verbindungen von Eisen mit Cyanid-Ionen. Cyanide, die Salze der Blausäure, sind hochgiftig. Wegen der sehr festen Bindung zum Eisen wirken jedoch die Ferrocyanide nicht toxisch.

Saures Natriumaluminiumphosphat ist ein Abkömmling der Phosphorsäure (E 338)Phosphorsäure (E 338). Es wird in Backpulvern als Säureträger eingesetzt.

Herstellung

Natriumaluminiumphosphat wird durch chemische Reaktionen aus Phosphorsäure gewonnen. 

Einsatz

Natriumaluminiumphosphat ist ausschließlich für die Herstellung von Biskuitgebäck und englischen scones (max. 1 g Aluminium pro Kiologramm der fertigen Backware) zugelassen.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: 7 mg/kg Körpergewicht pro Woche

  • Aluminium wird nur in geringen Mengen in den Körper aufgenommen. In Zusammenspiel mit starken Komplexbildnern kann sich die Aufnahmerate jedoch deutlich erhöhen. Bei gesunden Menschen wird überschüssiges Aluminium über die Nieren ausgeschieden. Bei Menschen mit Nierenerkrankungen, insbesondere chronischem Nierenversagen, funktioniert dieser Ausscheidungsweg jedoch nicht, so dass es zu Anreicherungen im Körper kommen kann.

    Ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Aluminium und der Entstehung der Alzheimerschen Krankheit konnte bisher nicht belegt werden.

  • Durch große Mengen Phosphat (1,5 bis 2,5 g pro Tag) wurden ein Abfall des Calciumspiegels und ein Anstieg des Parathormonspiegels im Blut beobachtet. Die daraus abgeleitete These, eine hohe Phosphat-Aufnahme störe das Calcium-Phosphat-Gleichgewicht im Körper und führe zum Abbau von Calcium aus den Knochen, konnte jedoch nicht bestätigt werden.
  • Bei krankhaft eingeschränkter Nierenfunktion kann es durch die Aufnahme großer Mengen Phosphat zu Verkalkungen kommen.
  • Der Verdacht, dass Phosphate an der Entstehung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) bei Kindern beteiligt seien, konnte nicht bestätigt werden.

Siehe auch:

 

17. Januar 2013 [nach oben springen]

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