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E 451

Triphosphat

 

Komplexbildner, Säureregulator, Schmelzsalze, Stabilisator

 

auch: Phosphate

 

Erläuterung

Triphosphate sind Abkömmlinge der Phosphorsäure (E 338)Phosphorsäure (E 338). Je nachdem, welche und wie viele Alkalimetallionen im Molekül gebunden sind, werden folgende Varianten unterschieden:
Pentanatrium-Triphosphate und Pentakalium-Triphosphate

Wegen ihrer besonderen chemischen Eigenschaften werden Phosphate in der Lebensmittelindustrie in sehr verschiedenen Funktionen eingesetzt (siehe Natriumphosphat E 339Natriumphosphat E 339). Die Fähigkeit der Triphosphate, Eiweiße zu lösen, ist stärker als bei den Diphosphaten. Triphosphate sind darüber hinaus sehr gute Ionenaustauscher. Sie werden daher vor allem als Schmelzsalze, Stabilisatoren und Säureregulatoren eingesetzt.

Herstellung

Triphosphate werden mit Hilfe von Natrium oder Kalium unter großer Hitze aus Phosphorsäure hergestellt.

Einsatz

Triphosphate sind zusammen mit allen anderen Phosphaten nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Dazu gehören unter anderem:

  • Fleischerzeugnisse (max. 5 g/kg)

  • Schmelzkäse und Zubereitungen daraus (max. 20 g/kg)

  • Desserts (max. 1 g/kg)

  • Speiseeis (max. 3 g/kg)

Triphosphate werden darüber hinaus in Zahn- und Mundpflegemitteln eingesetzt.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: 70 mg/kg Körpergewicht (für die Summe von Phosphorsäure und aller Phosphate)

  • Phosphate gelten als unbedenklich.

  • Durch große Mengen Phosphat (1,5 bis 2,5 g pro Tag) wurden ein Abfall des Calciumspiegels und ein Anstieg des Parathormonspiegels im Blut beobachtet. Die daraus abgeleitete These, eine hohe Phosphat-Aufnahme störe das Calcium-Phosphat-Gleichgewicht im Körper und führe zum Abbau von Calcium aus den Knochen, konnte jedoch nicht bestätigt werden.

  • Auch der Verdacht, dass Phosphate an der Entstehung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) bei Kindern beteiligt seien, konnte nicht bestätigt werden.

 

Siehe auch:

 

17. März 2011 [nach oben springen]

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