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E 129

Allurarot AC

 

Farbstoff

 

Erläuterung

Das rot färbende Allurarot gehört zur Gruppe der AzofarbstoffeAzofarbstoffe.

Herstellung

Allurarot AC wird in einem mehrstufigen Prozess, der so genannten Azokupplung, chemisch synthetisiert. Dabei entsteht die für alle Azofarbstoffe charakteristische Azogruppe aus zwei Stickstoffatomen. Unter Allurarot wird im Allgemeinen das Natriumsalz der Verbindung verstanden. Das Calcium- und Kaliumsalz sowie der Aluminiumlack sind jedoch ebenfalls zugelassen.

Einsatz

Allurarot darf in bestimmten Lebensmitteln in unterschiedlichen Dosierungen eingesetzt werden. Der Farbstoff wird unter anderem verwendet für:

  • britisches Frühstücksfleisch (Luncheon Meat; max. 25 mg/kg)

  • britische Frühstückswürstchen (Breakfast Sausages; max. 25 mg/kg)

  • Hackfleisch mit einem Getreideanteil von mindestens 4 % (max. 25 mg/kg)

  • Brausepulver, Brausen, Sirup (max. 100 mg/l)

  • Aromatisierten Schmelzkäse (max. 100 mg/kg)

  • Fleisch- und Fischersatzprodukte aus pflanzlichem Eiweiß (max. 100 mg/kg)

  • Speiseeis, Pudding, Desserts (max. 150 mg/kg)

  • Kuchen, Kekse, Blätterteiggebäck (max. 200 mg/kg)

  • Gesalzene Knabberartikel aus Kartoffeln oder Getreide (max. 200 mg/kg)

  • Süßwaren (max. 300 mg/kg)

  • Nahrungsergänzungsmittel (max. 300 mg/kg)

Der Farbstoff ist darüber hinaus für Kosmetika zugelassen.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: 7 mg/kg Körpergewicht

  • Allurarot steht im Verdacht, bei entsprechend veranlagten Menschen pseudoallergische Reaktionenpseudoallergische Reaktionen auslösen zu können. Insbesondere, wenn bereits eine AllergieAllergie gegen Salicylsäure und ihre Abkömmlinge besteht, könnte es zu Symptomen auf der Haut oder an den Atemwegen kommen.

  • Die so genannten Salicylate finden sich in Aspirin (Wirkstoff Acetylsalicylsäure) sowie natürlicherweise in Ananas, Apfelsinen, Aprikosen, Erdbeeren, Grapefruit, Himbeeren, Honig, Johannisbeeren (rot und schwarz), Weintrauben und Zitronen. Auch Personen, die empfindlich auf Benzoesäure (E 210)Benzoesäure (E 210) reagieren, könnten pseudoallergisch auf Allurarot reagieren.

  • Lebensmittel, die diesen Farbstoff enthalten, müssen seit dem 20. Juli 2010 den folgenden Hinweis auf dem Etikett tragen: "kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen".

  • Im Zuge der Neubewertung von E 129 im Jahr 2009 sah die EFSA keinen Anlass, etwas an der Bewertung oder der Zulassung von Allurarot zu ändern.

 

18. Dezember 2013 [nach oben springen]

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