E 416 |
Karaya |
BIO |
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Geliermittel, Stabilisator, Verdickungsmittel |
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auch: Karayagummi |
Erläuterung
Der Pflanzensaft der in Indien beheimateten, so genannten Stinkbäume (Sterculia) wird Karayagummi genannt. Er besteht aus langkettigen, weit verzweigten Kohlenhydraten, die auf charakteristische Weise aus zwei Einfachzuckern und organischen Säuren zusammengesetzt sind. Karaya wird häufig statt des teureren Traganths (E 413) eingesetzt. Wie dieses macht auch Karaya wegen seiner sehr guten Quelleigenschaften Flüssigkeiten zu zähflüssige Massen. Karaya ist jedoch weniger stabil gegen Säuren und zudem nicht geschmacksneutral. Weil seine Gelierkraft in der Gegenwart von Milcheiweiß zunimmt, eignet es sich vor allem für Milchprodukte.
Herstellung
Werden die Stämme von Bäumen der Gattung Sterculia, insbesondere Sterculia urens, eingeritzt, tritt der harzartige Pflanzensaft Karaya aus. Die Harztropfen werden gesammelt, gemahlen und schließlich mit Hilfe heißen Wassers, durch Filtration und anschließendes Trocknen zu Lebensmittelqualität aufbereitet.
Einsatz
Karaya ist nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Dazu gehören unter anderem:
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Knabberartikel aus Kartoffeln oder Getreide (max. 5 g/kg)
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Füllungen und Überzüge von Kuchen, Keksen, Blätterteiggebäck (max. 5 g/kg)
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Desserts (max. 6 g/kg)
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Eierlikör (max. 10 g/l)
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Nahrungsergänzungsmittel (qs)
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Karaya wird darüber hinaus als Abführmittel und in der kosmetischen Industrie eingesetzt
qs = quantum satis (wörtlich etwa: ausreichende Menge). Eine Höchstmenge ist nicht vorgeschrieben. Es darf jedoch nur soviel eingesetzt werden, wie für die gewünschte Wirkung unbedingt notwendig ist.
Sicherheit
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ADI‑Wert: 12,5 mg/kg Körpergewicht
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Karaya gilt als unbedenklich.
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Die unverdauliche Verbindung wirkt im menschlichen Organismus als wasserbindender Ballaststoff. Karaya hat leicht abführende Wirkung, so dass es durch den Verzehr großer Mengen zu Verdauungsbeschwerden kommen kann. Allergische Reaktionen auf Karaya wurden bei Menschen beobachtet, die den Stoff einatmeten oder als Abführmittel einnahmen.
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