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E 232

Natriumorthophenylphenolat

 

Konservierungsstoff

 

Erläuterung

Natriumorthophenylphenolat gehört wie Orthophenylphenol (E 231) chemisch zu den aromatischen Kohlenwasserstoffen. Aufgrund der Phenolgruppe im Molekül ist die Verbindung sehr wirksam gegen Schimmelpilze und Bakterien. Um sie gegen Verderb zu schützen, werden Zitrusfrüchte mit dem Konservierungsstoff behandelt: Die Früchte werden zunächst in Lösungen getaucht, die Natriumorthophenylphenolat enthalten und anschließend mit klarem Wasser abgespült. Die Schalen dieser Früchte sind nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Gemäß der Richtlinie 2003/114/EG gehört Orthophenylphenol nicht mehr zu den Lebensmittelzusatzstoffen sondern wird den gesetzlichen Regelungen den Pflanzenschutzmitteln unterworfen.Dafür muss der Konservierungsstoff jedoch zunächst als Pflanzenschutzmittel zugelassen werden. Da Orthophenylphenol weiterhin zur Behandlung der Oberflächen von Zitrusfrüchten eingesetzt werden darf und Verbraucher darüber informiert werden müssen, muss der Stoff auch künftig gekennzeichnet werden. Weder die Europäische Kommission noch die Mitgliedstaaten haben den Stoff bisher als Pflanzenschutzmittel zugelassen und Kennzeichnungsregeln erarbeitet. Bis diese gesetzliche Lücke geschlossen ist, bleibt Orthophenylphenol als Lebensmittelzusatzstoff E 231 zugelassen und wird entsprechend gekennzeichnet. 

Herstellung

Natriumorthophenylphenolat wird durch chemische Reaktion aus Orthophenylphenol (E 231)Orthophenylphenol (E 231) hergestellt.

Einsatz

Natriumorthophenylphenolat ist ausschließlich für die Behandlung der Oberflächen von Zitrusfrüchten (max. 12 mg/kg) zugelassen.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: nicht mehr festgeleg, da kein Zusatzstoff mehr

  • Bei Kontakt mit der Haut wurden allergische Reaktionenallergische Reaktionen beobachtet. Tierversuche ergaben Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen. Abschließende Untersuchungen stehen jedoch noch aus.

Siehe auch:

 

17. Januar 2014 [nach oben springen]

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