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E 341

Calciumphosphat

BIO

 

Backmittel, Säureregulator, Trennmittel

 

auch: Phosphat

 

Erläuterung

Calciumphosphate sind Abkömmlinge der Phosphorsäure (E 338)Phosphorsäure (E 338). Je nachdem, wie viele Calciumatome im Molekül gebunden sind, werden drei Varianten unterschieden: Monocalciumphosphat, Dicalciumphosphat und Tricalciumphosphat.

Wegen ihrer besonderen chemischen Eigenschaften werden Phosphate in der Lebensmittelindustrie in sehr verschiedenen Funktionen eingesetzt (siehe Natriumphosphat E 339Natriumphosphat E 339). Pulvrige Calciumphosphate haften zudem sehr gut an Lebensmitteloberflächen und verhindern so das Verkleben, Anbacken und Festwerden. Sie werden daher als Trennmittel verwendet.

Herstellung

Calciumphosphate werden mit Hilfe von Calciumhydroxid aus Phosphorsäure (E 338) hergestellt.

Einsatz

Für Calciumphosphate gelten die gleichen Zulassungsbedingungen wie für Phosphorsäure (E 338)Phosphorsäure (E 338). Sie werden insbesondere eingesetzt in:

  • Milchpulver und Kaffeeweißer (max. 2,5 g/kg bzw. 30 g/kg)

  • Trockenpulver für Desserts (max. 7 g/kg)

  • Backmischungen (max. 20 g/kg)

  • Trockenlebensmittel in Pulverform (max. 10 g/kg)

Calciumphosphate werden darüber hinaus als Trägerstoff für Aromen, in Zahncremes und in der Herstellung von Glas und Keramik eingesetzt.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: 70 mg/kg Körpergewicht (für die Summe von Phosphorsäure und aller Phosphate)

  • Phosphate gelten als unbedenklich.

  • Durch große Mengen Phosphat (1,5 bis 2,5 g pro Tag) wurden ein Abfall des Calciumspiegels und ein Anstieg des Parathormonspiegels im Blut beobachtet. Die daraus abgeleitete These, eine hohe Phosphat-Aufnahme störe das Calcium-Phosphat-Gleichgewicht im Körper und führe zum Abbau von Calcium aus den Knochen, konnte jedoch nicht bestätigt werden.

  • Auch der Verdacht, dass Phosphate an der Entstehung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) bei Kindern beteiligt seien, konnte nicht bestätigt werden.

 

Siehe auch:

 

Bioprodukte

BIO

Dieser Zusatzstoff ist gemäß der EG-Öko-Verordnung für die Herstellung von Bio-Lebensmitteln erlaubt.
16. Januar 2013 [nach oben springen]

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