Die Datenbank für Lebensmittelzusatzstoffe
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Häufige Fragen

Wie erkenne ich, ob ein Lebensmittel Zusatzstoffe enthält?


Wer zu verpackten Lebensmitteln greift, hat es leicht: In diesem Fall müssen alle Zusatzstoffe angegeben sein. Ausnahmslos. Egal, in welcher Menge sie enthalten sind. Und auch jene, die Teil einer ihrerseits auch aus verschiedenen Zutaten bestehenden Zutat sind: Enthält also die Obstmischung in einem Fruchtjoghurt Zusatzstoffe, müssen diese in der Zutatenliste des Joghurts auftauchen. Dort sind die Zusatzstoffe leicht zu erkennen:

Nach der Angabe der Funktionsklasse ist ihr Name oder die E-Nummer aufgeführt. Der Zuckeraustauschstoff MannitMannit zum Beispiel wäre wie folgt gekennzeichnet:

  • "Süßungsmittel Mannit" oder

  • "Süßungsmittel E 421"

Auf diese Weise kann jeder zugleich erkennen, welche Zusatzstoffe im Lebensmittel enthalten sind und welche Funktion sie dort ausüben. Kann ein Stoff mehrere Funktionen ausüben, muss stets die Funktion angegeben werden, die er im konkreten Fall übernimmt.

Im Falle zweier Funktionsklassen sind Abweichungen von dieser detaillierten Kennzeichnung erlaubt: Für Packgase und chemisch modifizierte Stärken ist eine namentliche Nennung nicht vorgeschrieben.

  • Wurden Packgase verwendet, findet sich auf der Verpackung, nicht direkt in der Zutatenliste, der Hinweis "unter Schutzatmosphäre verpackt".

  • Chemisch modifizierten Stärken werden nur mit ihrer Funktionsklasse als "modifizierte Stärke" gekennzeichnet.

Beim Bäcker, an der Käsetheke oder am Obststand werden Lebensmittel ohne Verpackung angeboten. Für diese Fälle gibt es bisher keine EU-weit gültigen Regeln und auch die deutschen Vorschriften können diese Lücke bisher nicht befriedigend schließen. Zwar müssen bei unverpackt abgegebenen Lebensmitteln nicht alle Zusatzstoffe genau angegeben werden. Feste Formulierungen sind jedoch vorgeschrieben, wenn Zusatzstoffe bestimmter Funktionsklassen eingesetzt werden. Diese Regelung betrifft:

Zugesetzte Zusatzstoffe Angabe an der Ware
Geschmacksverstärker "mit Geschmacksverstärker"
Farbstoffe "mit Farbstoff"
Konservierungsstoffe "mit Konservierungsstoff", "konserviert"
Natrium-, Kaliumnitrit (E 249,
E 250)
"mit Nitritpökelsalz"
Natrium-, Kaliumnitrat (E 251,
E 252)
"mit Nitrat"
Antioxidationsmittel "mit Antioxidationsmittel"
Schwefelverbindungen E 220 – 224, E 226 - 228 "geschwefelt"
Eisen-II-gluconat (E 579), Eisen-II-lactat (E 585) "geschwärzt"
Überzugsmittel E 901 - 904,
E 912, E 914
"gewachst"
Phosphatverbindungen E 338 - 341, E 450 - 452 "mit Phosphat"
E 420, 421, E 950 - 955, E 957,
E 959, E 962, E 965 - 967
"mit Süßungsmittel(n)"
Aspartam (E 951), Aspartam-Acesulfamsalz (E 962) "enthält eine Phenylalaninquelle"

 

Die Verkäufer haben verschiedene Möglichkeiten, ihren Kunden diese Informationen zur Verfügung zu stellen.

  • Im Lebensmitteleinzelhandel ist es etwa üblich, die Angaben auf dem selben Schild in unmittelbarer, eindeutig zuzuordnender Nähe der Ware zu machen, auf dem auch der Preis vermerkt ist.

  • In Restaurants und an Imbissbuden sind entsprechende Fußnoten auf der Speisekarte erlaubt.

  • Die Kunden von Kantinen, Mensen und anderen Orten der Gemeinschaftsverpflegung können stattdessen auch mit einem Aushang auf die Zusatzstoffe aufmerksam gemacht werden.

  • Beim Einkauf im (Online-) Versandhandel müssen die Angaben in den Angebotslisten zu finden sein.

Die Angaben zu den Zusatzstoffen können im Lebensmitteleinzelhandel statt auf einem Schild an der Ware auch in einem allgemein zugänglichen Buch gemacht werden. Vor allem Bäckereien und Fleischereien greifen oft auf diese Möglichkeit zurück. In solchen Übersichten müssen jedoch alle Zutaten so angegeben werden, als hätte das Lebensmittel eine Verpackung: Ein "Zutaten-Buch" beim Bäcker enthält dann also für jedes Produkt die komplette Zutatenliste.

Noch ein Tipp: Wer aus irgendwelchen Gründen bestimmte Zusatzstoffe meiden will, hält sich am besten an die Funktionsklassen. Sie sind in der Zutatenliste leicht zu finden. Wer etwa bestimmte Farbstoffe meiden will, kann auf diese Weise zunächst einen Kurz-Check machen, ob überhaupt welche enthalten sind, bevor er sich die E-Nummern oder Namen der Stoffe genauer ansieht. Die Zutatenliste nur nach bestimmten E-Nummern zu durchsuchen, hilft dagegen wenig, weil oftmals der vollständige Name und nicht die kurze Nummer angegeben wird.

 

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08. September 2006 [nach oben springen]

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