Mo 20.11.2017 | 08:31 Uhr

Gesundheit

Stoffwechselkrankheiten:
Unverträgliche Zusatzstoffe


Während einige Lebensmittelzusatzstoffe vom menschlichen Körper unverändert ausgeschieden werden, gehen die meisten auf irgendeine Weise in den Stoffwechsel ein. Aufgrund einer genetischen Veranlagung oder infolge von Krankheiten sind jedoch bei manchen Menschen einzelne Stoffwechselwege gestört. Um ernste Schäden für die Gesundheit zu vermeiden, sollten die Betroffenen besondere Sorgfalt bei der Auswahl ihrer Lebensmittel walten lassen und die Zutatenlisten genau studieren.

Wenngleich sie im Verhältnis zur Menge anderer Inhaltsstoffe oftmals kaum ins Gewicht fallen, können auch Zusatzstoffe von Bedeutung sein. Vorsicht ist unter anderem geboten bei...

  • Phenylketonurie (PKU)
    Beim Abbau von Aspartam (E 951E 951) und Aspartam-Acesulfamsalz (E 962E 962) entsteht unter anderem Phenylalanin. Menschen, die mit Phenylketonurie leben, müssen diese beiden SüßstoffeSüßstoffe daher meiden. Die Stoffwechselstörung verhindert den Abbau von Phenylalanin im Körper. Die Anreicherung der AminosäureAminosäure im Organismus führt zu ernsten gesundheitlichen Schäden. Daher tragen Lebensmittel, die diese Süßstoffe enthalten den Warnhinweis "enthält eine Phenylalaninquelle".

  • Hyperurikämie/Gicht
    Bei einigen Menschen ist der Harnsäure-Abbau gestört, so dass die Verbindung sich im Körper anreichert. Steigt der Harnsäure-Spiegel im Blut über einen bestimmten Wert, wird die Substanz in Form von Kristallen in Gelenken und weichen Geweben eingelagert. In der Folge treten Krankheitssymptome auf, die als Gicht bekannt sind. Menschen mit dauerhaft erhöhtem Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) sollten daher Lebensmittel meiden, die reich an Purinen sind, weil diese im Körper zu Harnsäure abgebaut werden. Auch beim Abbau einiger Geschmacksverstärker entsteht Harnsäure:

E 626 GuanylsäureE 626 Guanylsäure

E 627 DinatriumguanylatE 627 Dinatriumguanylat

E 628 DikaliumguanylatE 628 Dikaliumguanylat

E 629 CalciumguanylatE 629 Calciumguanylat

E 630 InosinsäureE 630 Inosinsäure

E 631 DinatriuminosinatE 631 Dinatriuminosinat

E 632 DikaliuminosinatE 632 Dikaliuminosinat

E 633 CalciuminosinatE 633 Calciuminosinat

E 634 Calcium-5’-ribonucleotidE 634 Calcium-5’-ribonucleotid

E 635 Dinatrium-5’-ribonucleotidE 635 Dinatrium-5’-ribonucleotid

  • Schilddrüsenstörungen
    Der Farbstoff Erythrosin (E 127E 127) enthält Jod. Zwar wird der überwiegende Teil des über Lebensmittel aufgenommenen Erythrosins unverändert ausgeschieden. Werden allerdings große Mengen Erythrosin aufgenommen, kann es bei bestehenden Schilddrüsenstörungen zu Irritationen kommen.

 

 

Fragen und Antworten
Die häufigsten Fragen - und die Antworten
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Recht und Zulassung
Was ist ein Zusatzstoff?
Zulassung
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Herstellung und Verwendung
Die Funktionsklassen
Von Antioxidationsmittel bis Verdickungsmittel
Gentechnik bei der Herstellung von Zusatzstoffen
Zusatzstoffe aus tierischen Rohstoffen
Zusatzstoffe in Bio-Lebensmitteln
Gesundheit
ADI-Wert: Wie viel Zusatzstoff darf's sein?
Machen Zusatzstoffe krank?
Stoffwechselkrankheiten: Unverträgliche Zusatzstoffe
Allergien durch Zusatzstoffe?
21. September 2006 [nach oben springen]

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