Mo 20.11.2017 | 08:30 Uhr

E 200

Sorbinsäure

 

Konservierungsstoff

 

auch: Hexadien-Carbonsäure

 

Erläuterung

Sorbinsäure, die natürlicherweise in den Früchten der Eberesche/Vogelbeere (Sorbus aucuparia) enthalten ist, hemmt das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und einigen Bakterien. Sie hat keine keimtötende Wirkung, verlängert also lediglich die Haltbarkeit hygienisch einwandfreier Produkte. Ihre Wirksamkeit ist in saurer Umgebung (pH < 6,5) am größten. Sorbinsäure ist löslich in Fett und Wasser und beeinflusst in den für die Konservierung notwendigen Mengen nicht den Geschmack der Lebensmittel. Sie kann daher vielseitig eingesetzt werden.

Herstellung

Sorbinsäure wird in einer mehrstufigen chemischen Reaktion synthetisiert.

Einsatz

Sorbinsäure ist unter anderem zugelassen für:

  • Trockenfrüchte (max. 1.000 mg/kg)

  • zuckerreduzierte Konfitüren, Marmeladen und Gelees (max. 100 mg/kg)

  • abgepackten, geschnittenen Käse, Schmelzkäse (max. 2.000 mg/kg)

  • abgepacktes Brot und Backwaren (max. 2.000 mg/kg)

  • Margarine (je nach Fettgehalt 1.000 – 2.000 mg/kg)

  • Fleisch-, Fisch- und Meerestierersatzprodukte (max. 2.000 mg/kg)

Zusätzlich ist der kombinierte Einsatz von Sorbin- und BenzoesäureBenzoesäure zugelassen, wobei ein gemeinsamer Höchstmengenwert gilt:

  • kandierte oder glasierte Früchte (max. 1.000 mg/kg)

  • in Essig, Öl oder Lake eingelegtes Gemüse (max. 2.000 mg/kg)

  • Fischkonserven, Trockenfisch und andere Fischerzeugnisse (200 – 2.000 mg/kg)

  • Garnelen (max. 6.000 mg/kg)

  • Kaugummi (max. 1.000 mg/kg)

  • Diätlebensmittel für Übergewichtige (max. 1.500 mg/kg)

Sorbinsäure wird darüber hinaus in der Weinherstellung verwendet, um den biologischen Säureabbau zu verringern und um das Nachgären bei Weinen mit Restzuckergehalt zu verhindern. Wegen der besonderen Kennzeichnungsvorschriften für Wein muss dies nicht gekennzeichnet werden.

Sorbinsäure ist zudem ein wichtiges Konservierungsmittel für Aromen und Enzyme. Der Konservierungsstoff ist auch für Kosmetika, Kautabak und zur Behandlung von Lebensmittelverpackungen zugelassen.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: 25 mg/kg Körpergewicht (für die Summe von Sorbinsäure und aller Sorbate)

  • Sorbinsäure gilt als unbedenklich.

  • Der Stoff wird über den menschlichen FettsäureFettsäurestoffwechsel vollständig abgebaut.

  • AllergieAllergieähnliche Ausschläge wurden ausschließlich in Hauttests beobachtet. In seltenen Fällen kann es beim Verzehr von Sorbinsäure und Sorbaten zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen.

 

Siehe auch:

 

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17. Januar 2013 [nach oben springen]

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