Mo 20.11.2017 | 08:26 Uhr

E 160d

Lycopin

 

Farbstoff

 

Erläuterung

Das rotorange färbende Lycopin gehört zu den Carotinoiden (siehe Carotin E 160 aCarotin E 160 a). Es ist der natürliche Farbstoff von Tomaten und Hagebutten. Lycopin ist fettlöslich und empfindlich gegen Hitze und Licht. Der Farbstoff ist keine Vitamin-A-Vorstufe.

Herstellung

Mit Hilfe spezieller, lebensmittelrechtlich zugelassener Lösungsmittel wird Lycopin aus Tomaten (Lycopersicon esculentum L.) extrahiert. Ein Kilogramm Tomaten enthält etwa 20 mg Lycopin.

Lycopin kann auch mikorbiologisch durch den Pilz Blakeslea Trispora erzeugt werden. 

Häufiger als der isolierte Farbstoff wird Tomaten-Extrakt eingesetzt. Er gilt, wenn nicht der enthaltene Anteil Lycopin gezielt erhöht wurde, als färbendes Lebensmittel. Wenngleich Tomaten-Extrakt keine E-Nummer trägt, ist er doch in der Zutatenliste aufgeführt.

Lycopin kann auch chemisch-synthetisch hergestellt werden. Gemäß einer Stellungnahme des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses der EU vom Dezember 1999 darf synthetisches Lycopin jedoch nicht als Zusatzstoff eingesetzt werden (SCF/CS/ADD/COL/160 Final). Dies wird damit begründet, dass das synthetische Präparat anders als das durch Extraktion gewonnene zusammengesetzt sei und entsprechende toxikologische Untersuchungen bisher fehlten.

Einsatz

Lycopin ist nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Weil der Farbstoff ein wenig nach Tomate schmeckt, wird er vor allem in herzhaften Lebensmitteln verwendet. E 160d ist unter anderem zu finden in:

  •  aromatisiertem Schmelzkäse (max. 100 mg/kg)

  • Soßen, Würzmittel (max. 500 mg/kg)

  • Fisch- und Krebstierpasten (max. 100 mg/kg)

  • pflanzlichen Fleisch- und Fischersatzprodukten (max. 100 mg/kg)

Lycopin ist darüber hinaus zum Färben von Arzneimitteln und Kosmetika zugelassen.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: 0,5 mg/kg Körpergewicht

  • Lycopin gilt als unbedenklich. 

 

Siehe auch:

 

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25. November 2010 [nach oben springen]

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