Mo 20.11.2017 | 04:37 Uhr

E 1452

Stärkealuminiumoctenylsuccinat (SAOS)

 

Trennmittel

 

Erläuterung

Stärkealuminiumoctenylsuccinat (SAOS) ist eine mit Octenylbernsteinsäureanhydrid und Aluminiumsulfat behandelte Stärke.

Einsatz

Stärkealuminiumoctenylsuccinat ist für Lebensmittel allgemein zugelassen. Ausgenommen sind lediglich unbehandelte und solche Lebensmittel, die nach dem Willen des Gesetzgebers nicht durch Zusatzstoffe verändert werden sollen. Eine Höchstmengenbeschränkung (max. 50 g/kg) gilt nur für den Einsatz der chemisch modifizierten Stärke in Entwöhnungsnahrung für Kleinkinder und Säuglinge.

Stärkealuminiumoctenylsuccinat wird als Trennmittel in eingekapselten Vitaminzubereitungen in Nahrungsergänzungsmitteln (max. 35 g/kg) verwendet. Die Substanz ist wasserabweisend und verhindert die Verklumpung bei der Trocknung unter niedrigen Temperaturen.

Sicherheit

  • ADI-Wert: 1 mg/kg Körpergewicht und Woche bezogen auf das Aluminium

  • SAOS enthält Aluminium. Die Verwendung von SAOS in Vitaminpräparaten gilt aber als unbedenklich, da es nur einen sehr geringen Teil zu täglichen Aufnahme von Aluminium beiträgt.

  • Aluminium wird nur in geringen Mengen in den Körper aufgenommen. In Zusammenspiel mit starken Komplexbildnern kann sich die Aufnahmerate jedoch deutlich erhöhen. Bei gesunden Menschen wird überschüssiges Aluminium über die Nieren ausgeschieden. Bei Menschen mit Nierenerkrankungen, insbesondere chronischem Nierenversagen, funktioniert dieser Ausscheidungsweg jedoch nicht, so dass es zu Anreicherungen im Körper kommen kann.  
  • Ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Aluminium und der Entstehung der Alzheimerschen Krankheit konnte bisher nicht belegt werden.

 

Siehe auch:

 

Dokumentation
Wissenschaftliche Bewertung
/td><td class=EU-Kommission - Scientific Committee on Food (SCF):
Bericht zu Stärkealuminium-
ocentylsuccinat (1997, Sprache: englisch)
/td><td class=EU-Kommission - Scientific Committee on Food (SCF):
Bericht zu Stärkealuminium-
ocentylsuccinat (1994, Sprache: englisch)
Weitere Informationen

Dokumente
/td><td class=Richtlinie 2006/52/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juli 2006 zur Änderung der Richtlinie 95/2/EG über andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel sowie der Richtlinie 94/35/EG über Süßungsmittel, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen 
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09. Januar 2013 [nach oben springen]

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