Do 23.11.2017 | 19:13 Uhr

E 953

Isomalt

 

Süßungsmittel

 

auch: Isomaltitol

 

Erläuterung

Isomalt ist ein Gemisch aus zwei Stoffen, die chemisch zu den Zuckeralkoholen gehören. Seine Süßkraft ist etwa halb so groß wie die des Haushaltszuckers (Saccharose). Im Gegensatz zu diesem ist für die Verwertung des Isomalts im menschlichen Stoffwechsel aber kein Insulin nötig. Mit etwa 2,4 kcal/g ist der Energiegehalt von Isomalt auch etwas geringer als der des Zuckers.

Der Zuckeraustauschstoff ist stabil gegen Hitze und Säuren und harmoniert gut mit anderen Süß- und Zuckeraustauschstoffen. In der Lebensmittelindustrie wird Isomalt insbesondere für energiereduzierte Lebensmittel eingesetzt. Trotz seiner Süße wirkt es nicht Karies auslösend.

Herstellung

Isomalt wird in einer mehrstufigen chemischen Reaktion aus Zucker (Saccharose) hergestellt.

Einsatz

Isomalt ist ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Dazu gehören unter anderem:

  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Desserts, Speiseeis

  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Süßwaren und Kaugummi

  • Soßen

  • Senf

  • Nahrungsergänzungsmittel

Isomalt wird darüber hinaus als Trägerstoff für Vitamine und Aromen eingesetzt.

qs = quantum satis (wörtlich etwa: ausreichende Menge). Eine Höchstmenge ist nicht vorgeschrieben. Es darf jedoch nur soviel eingesetzt werden, wie für die gewünschte Wirkung unbedingt notwendig ist.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: nicht festgelegt

  • Isomalt gilt als unbedenklich.

  • Beim Verzehr größerer Mengen kann es zu Durchfällen, Bauchschmerzen und Blähungen kommen. Lebensmittel, in denen der Anteil an Zuckeraustauschstoffen bei mehr als 10 % liegt, tragen daher den Warnhinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“.

 

Dokumentation
Wissenschaftliche Bewertung
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13. Januar 2011 [nach oben springen]

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