Fr 24.11.2017 | 06:24 Uhr

E 950

Acesulfam-K

 

Geschmacksverstärker, Süßstoff

 

auch: Acesulfam

 

Erläuterung

Acesulfam-K ist eine Verbindung aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel und Kalium. Die weißen Kristalle sind von intensiv süßem Geschmack, der auch beim Kochen und Backen stabil bleibt. Acesulfam-K ist etwa 200-mal süßer als Haushaltszucker (Saccharose), wird aber im Gegensatz zu diesem vom Körper nicht verwertet und liefert keine Energie.

In der Lebensmittelindustrie wird Acesulfam-K vor allem in zuckerreduzierten Lebensmitteln einzeln oder in Kombination mit Aspartam (E 951)Aspartam (E 951) bzw. anderen Süßstoffen eingesetzt. Er ist zudem als Tafelsüße im Handel. In zuckerhaltigen Kaugummis wird Acesulfam-K darüber hinaus als Geschmacksverstärker eingesetzt.

Herstellung

Acesulfam-K wird durch chemische Reaktion aus Abkömmlingen der Acetessigsäure gewonnen.

Einsatz

Acesulfam-K ist nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Dazu gehören unter anderem:

  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Getränke ohne Alkohol und Desserts (max. 350 mg/l)

  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Süßwaren (max. 500 – 1.000 mg/kg)

  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Brotaufstriche, Marmeladen, Konfitüren, Gelees (max. 1.000 mg/kg

  • süßsaure Obst- und Gemüsekonserven (max. 200 mg/kg)

  • süßsaure Fisch-, Meeres- und Weichtierkonserven (max. 200 mg/kg)

  • Feinkostsalate, Senf, Soßen (max. 350 mg/kg)

  • Knabbererzeugnisse aus Getreide oder Nüssen (max. 350 mg/kg)

  • alkoholische Getränke (max. 350 mg/kg)

Darüber hinaus wird der Süßstoff unter anderem in Zahncremes, Mundwässern und Arzneimitteln verwendet.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: 9 mg/kg Körpergewicht

  • Acesulfam-K gilt als unbedenklich.

 

Siehe auch:

 

Dokumentation
Wissenschaftliche Bewertung
/td><td class=Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Bewertung von Süßstoffen
/td><td class=European Commission, Scientific Committee on Food: Opinion Re-evaluation of Acesulfame K
/td><td class=Department of Biochemistry, University of Surrey, England: Acesulfame Potassium
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