Fr 24.11.2017 | 06:19 Uhr

E 904

Schellack

 

Überzugsmittel

 

Erläuterung

Die harzartigen Ausscheidungen der weiblichen Gummilackschildläuse (Kerria lacca) werden als Schellack bezeichnet. Die Schildläuse sondern das Sekret zum Schutz ihrer Brut auf ihrer gesamten Körperfläche ab und überziehen so auch die Äste und Zweige der Bäume, auf denen sie leben. Der Wirtsbaum der parasitär lebenden Lackschildläuse wächst in Südostasien. Insbesondere in Indien und China wird Schellack gewonnen. Das spröde, gelblich-transparente Harz diente in vergangenen Jahrhunderten als Schutzlack für Möbel und war das Material für die ersten Schallplatten. In der Lebensmittelindustrie wird es heute meist in Kombination mit Bienenwachs (E 901)Bienenwachs (E 901) als Überzugsmittel für frische Früchte verwendet, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Früchte, deren Oberfläche so behandelt wurde, tragen den Hinweis „gewachst“.

Herstellung

Durch Zerkleinern, Trocknen, Ausschmelzen und Reinigen wird Schellack direkt von den Ästen und Zweigen der Bäume gewonnen, auf denen die Lackschildlaus lebt. Für ein Kilogramm des Lacks ist das Sekret von etwa 300.000 Lackschildläusen nötig.

Einsatz

Schellack ist ohne Höchstmengenbeschränkung für die folgenden Lebensmittel zugelassen:

  • Süßwaren und Schokolade

  • mit Schokolade überzogene Kekse und kleine Gebäckstücke
    Knabbererzeugnisse

  • Nüsse

  • Kaffeebohnen

  • Nahrungsergänzungsmittel

  • Äpfel, Birnen, Ananas, Melonen, Zitrusfrüchte, Bananen, Mangos, Granatäpfel, Avocados und Pfirsiche

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: nicht festgelegt

  • Schellack gilt als unbedenklich.

 

Siehe auch:

 

Dokumentation
Wissenschaftliche Bewertung
/td><td class=US Food and Drug Administration Washington DC: Opinion on Shellac
Fragen und Antworten
Die häufigsten Fragen - und die Antworten
Die Datenbank. Über zusatzstoffe-online.de.
Recht und Zulassung
Was ist ein Zusatzstoff?
Zulassung
Kennzeichnung
Neue EU-Gesetzgebung
Links: Behörden, Expertengremien, Gesetzestexte
Herstellung und Verwendung
Die Funktionsklassen
Von Antioxidationsmittel bis Verdickungsmittel
Gentechnik bei der Herstellung von Zusatzstoffen
Zusatzstoffe aus tierischen Rohstoffen
Zusatzstoffe in Bio-Lebensmitteln
Gesundheit
ADI-Wert: Wie viel Zusatzstoff darf's sein?
Machen Zusatzstoffe krank?
Stoffwechselkrankheiten: Unverträgliche Zusatzstoffe
Allergien durch Zusatzstoffe?
16. Januar 2013 [nach oben springen]

www.zusatzstoffe-online.de | © 2000 - 2017 Die Verbraucher Initiative e.V. (Bundesverband)