Mi 22.11.2017 | 17:41 Uhr

E 630

Inosinsäure

GVO

 

Geschmacksverstärker

 

auch: Inosinat, Nukleotide

 

Erläuterung

Inosinsäure ist ein 5’-Monophosphat-Abkömmling des Hypoxanthins, das zu den Purinen gehört. Purine sind stickstoffhaltige Moleküle, deren Atome in zwei charakteristischen Ringen angeordnet sind. Inosinsäure ist Bestandteil einiger, für den Energiestoffwechsel jeder lebenden Zelle elementarer Verbindungen. Sie ist insbesondere in Blut und Muskelgewebe in größeren Mengen enthalten. Die Verbindung wirkt in salzhaltigen Lebensmitteln stark geschmacksverstärkend. In Mischungen mit Glutaminsäure (E 620)Glutaminsäure (E 620) wird ihre Wirksamkeit erhöht.

Herstellung

Inosinsäure wird mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt. Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismengentechnisch veränderter Organismen ist möglich.

Einsatz

Inosinsäure ist in einer Menge von maximal 500 mg/kg für Lebensmittel allgemein zugelassen. Ausgenommen sind lediglich unbehandelte und solche Lebensmittel, die nach dem Willen des Gesetzgebers nicht durch Zusatzstoffe verändert werden sollen. Inosinsäure wird unter anderem eingesetzt in:

  • Würzen (qs)

  • Suppen, Soßen

  • Fertiggerichten

  • Fleischprodukten

  • Gemüseerzeugnissen

  • Knabberartikeln

qs = quantum satis (wörtlich etwa: ausreichende Menge). Eine Höchstmenge ist nicht vorgeschrieben. Es darf jedoch nur soviel eingesetzt werden, wie für die gewünschte Wirkung unbedingt notwendig ist.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: nicht festgelegt

  • Inosinsäure gilt als unbedenklich.

  • Beim Abbau der Verbindung entsteht Harnsäure. Bei einigen Menschen ist der Harnsäure-Abbau gestört, so dass sie sich im Körper anreichert. Steigt der Harnsäurespiegel im Blut über einen bestimmten Wert, wird die Substanz in Form von Kristallen in Gelenken und weichen Geweben eingelagert. In der Folge treten Krankheitssymptome auf, die als Gicht bekannt sind. Menschen mit dauerhaft erhöhtem Harnsäurespiegel sollten daher purinreiche Lebensmittel meiden.

 

Siehe auch:

 

Gentechnik

GVO

Bei der Herstellung dieses Zusatzstoffes ist der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) möglich.
 Nähere Informationen

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Dokumentation
Wissenschaftliche Bewertung
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17. März 2011 [nach oben springen]

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