Do 23.11.2017 | 19:19 Uhr

E 520

Aluminiumsulfat

 

Festigungsmittel, Stabilisator


auch: Alaun

 

Erläuterung

Das Aluminiumsalz der Schwefelsäure (E 513)Schwefelsäure (E 513) bildet mit Eiweißen und anderen organischen Substanzen feste Verbindungen. Es wird daher oft zum gezielten Ausfällen bestimmter Stoffe eingesetzt. So hilft es zum Beispiel in der Trinkwasseraufbereitung dabei, Schmutz und andere unerwünschte Schwebstoffe zu entfernen.

Aluminiumsulfate bilden zudem unlösliche Verbindungen mit Pektin (E 440)Pektin (E 440), das in den Zellwänden von Obst und Gemüse enthalten ist. Auf diese Weise verleiht die Aluminiumverbindung Obst- und Gemüsestücken größere Festigkeit. Es verfestigt zudem essbare Wursthüllen aus Naturdarm sowie Überzüge aus anderen Geliermitteln wie zum Beispiel Alginat (E 400)Alginat (E 400) oder Carrageen (E 407)Carrageen (E 407).

Herstellung

Aluminiumsulfat wird mit Hilfe von Schwefelsäure chemisch aus aluminiumhaltigen Materialien gewonnen.

Einsatz

Aluminiumsulfat ist ausschließlich für die folgenden Lebensmittel zugelassen, wobei sich die Höchstmengenbeschränkung auf das Aluminium bezieht:

  • Eiklar (max. 30 mg/kg)
  • glasiertes, kandiertes oder kristallisiertes Obst und Gemüse (max. 200 mg/kg)

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: 1 mg/kg Körpergewicht und Woche (bezogen auf Aluminium); gilt für die Summe aller Aluminiumverbindungen

  • Aluminiumsulfate gelten in ihrer Anwendung als Lebensmittelzusatzstoff als unbedenklich.

  • Sulfate werden über die Nieren ausgeschieden, größere Mengen können Durchfall verursachen.
  • Aluminium wird nur in geringen Mengen in den Körper aufgenommen. In Zusammenspiel mit starken Komplexbildnern kann sich die Aufnahmerate jedoch deutlich erhöhen. Bei gesunden Menschen wird überschüssiges Aluminium über die Nieren ausgeschieden. Bei Menschen mit Nierenerkrankungen, insbesondere chronischem Nierenversagen, funktioniert dieser Ausscheidungsweg jedoch nicht, so dass es zu Anreicherungen im Körper kommen kann. 

    Ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Aluminium und der Entstehung der Alzheimerschen Krankheit konnte bisher nicht belegt werden. 

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14. Januar 2013 [nach oben springen]

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