Fr 24.11.2017 | 13:52 Uhr

E 127

Erythrosin

 

Farbstoff

 

Erläuterung

Das jodhaltige Erythrosin gehört zur Gruppe der Xanthenfarbstoffe und färbt Lebensmittel rosa bis rot. Der Farbstoff ist wasserlöslich und stabil bei Hitze und in alkalischer Umgebung. Allerdings ist Erythrosin nicht lichtecht. In sauren Lösungen bildet sich Erythrosinsäure, die kaum löslich ist. Aus diesem Grund ist Erythrosin der einzige Lebensmittelfarbstoff mit dem die Kirschen für den Obstsalat gefärbt werden können, ohne dass die Farbe in den Saft überginge.

Herstellung

Erythrosin wird durch Jodierung von Fluorescein hergestellt. Dabei wird im Allgemeinen das Natriumsalz der Verbindung als Erythrosin bezeichnet. Das Calcium- und Kaliumsalz sowie der Aluminiumlack des Stoffes sind aber ebenfalls zugelassen.

Einsatz

Erythrosin darf ausschließlich eingesetzt werden in:

  • Cocktailkirschen und kandierten Kirschen (max. 200 mg/kg)

  • Kaiserkirschen (Bigarreaux-Kirschen) in Obstkonserven (max. 150 mg/kg)

Erythrosin ist darüber hinaus als Farbstoff für Arzneimittel und Kosmetika im Einsatz. In Form seines Aluminiumlacks ist der rote Farbstoff zum Beispiel in Lippenstiften weit verbreitet.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: 0,1 mg/kg Körpergewicht

  • Der überwiegende Teil des über Lebensmittel aufgenommenen Erythrosins wird unverändert ausgeschieden. Da es im Zuge der Verdauung kaum zur Abspaltung von Jod kommt, trägt der Farbstoff nicht zur Jodversorgung bei. Werden allerdings große Mengen Erythrosin aufgenommen, kann es bei bestehenden Schilddrüsenstörungen zu Irritationen kommen.

  • Erythrosin steht im Verdacht, an der Entstehung des Hyperkinetischen Syndroms bei Kindern beteiligt zu sein. In den bisherigen In-vitro-Studien konnte dieser Verdacht bisher jedoch nicht belegt werden. Die Forscher fanden allerdings Hinweise darauf, dass Erythrosin in Form von Komplexen mit Eiweißen (Proteinfarbstoffkomplexen) die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann.

 

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15. November 2012 [nach oben springen]

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