Do 23.11.2017 | 19:12 Uhr

E 400

Alginsäure

BIO

 

Verdickungsmittel, Überzugsmittel

 

auch: Algin

 

Erläuterung

Alginsäure ist ein Bestandteil der Zellwände bestimmter Braunalgenarten. Das wasserunlösliche Kohlenhydrat, dessen lange Ketten aus D-Mannuron- und L-Guluronsäure zusammengesetzt sind, verleiht fülligen und cremigen Lebensmitteln eine feste gelartige Konsistenz.

Herstellung

Alginsäure wird mit Hilfe alkalischer Laugen aus verschiedenen Braunalgen gewonnen.

Einsatz

Alginsäure ist für Lebensmittel allgemein zugelassen. Davon ausgenommen sind nur unbehandelte Lebensmittel und eine Reihe von Produkten, die nach dem Willen des Gesetzgebers nicht durch Zusatzstoffe verändert werden sollen. E 400 ist unter anderem zugelassen für:

  • Konfitüre, Marmelade, Gelees (max. 10 g/kg)

  • Desserts (für Kleinkinder max. 0,5 g/kg)

  • Puddingpulver (quantum satis)

  • Speiseeis (qs)

  • Füllungen für Backwaren (qs)

  • kalorienreduzierte Sahne (qs)

  • Aspik (qs)

Bei der Herstellung von Schaumweinen in Flaschengärung dient Alginsäure zum Entfernen der Hefen. Darüber hinaus wird sie als Trägerstoff für Aromen und andere Zusatzstoffe verwendet. Auch in der Kosmetik- und Farbindustrie kommt Alginsäure zum Einsatz.

qs = quantum satis (wörtlich etwa: ausreichende Menge). Eine Höchstmenge ist nicht vorgeschrieben. Es darf jedoch nur soviel eingesetzt werden, wie für die gewünschte Wirkung unbedingt notwendig ist.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: nicht festgelegt

  • Alginate gelten als unbedenklich.

  • Sie werden vom Körper nicht aufgenommen. In größeren Mengen verringern sie die Aufnahme von Eisen, Calcium und anderen Spurenelementen aus der Nahrung.

 

Siehe auch:

 

Bioprodukte

BIO

Dieser Zusatzstoff ist gemäß der EG-Öko-Verordnung für die Herstellung von Bio-Lebensmitteln erlaubt.
Fragen und Antworten
Die häufigsten Fragen - und die Antworten
Die Datenbank. Über zusatzstoffe-online.de.
Recht und Zulassung
Was ist ein Zusatzstoff?
Zulassung
Kennzeichnung
Neue EU-Gesetzgebung
Links: Behörden, Expertengremien, Gesetzestexte
Herstellung und Verwendung
Die Funktionsklassen
Von Antioxidationsmittel bis Verdickungsmittel
Gentechnik bei der Herstellung von Zusatzstoffen
Zusatzstoffe aus tierischen Rohstoffen
Zusatzstoffe in Bio-Lebensmitteln
Gesundheit
ADI-Wert: Wie viel Zusatzstoff darf's sein?
Machen Zusatzstoffe krank?
Stoffwechselkrankheiten: Unverträgliche Zusatzstoffe
Allergien durch Zusatzstoffe?
16. März 2011 [nach oben springen]

www.zusatzstoffe-online.de | © 2000 - 2017 Die Verbraucher Initiative e.V. (Bundesverband)