Fr 24.11.2017 | 06:27 Uhr

E 339

Natriumphosphat

 

Komplexbildner, Säureregulator, Schmelzsalz

 

auch: Phosphat

 

Erläuterung

Natriumphosphate sind Abkömmlinge der Phosphorsäure (E 338). Unter natürlichen Bedingungen kommen sie in Mineralwasserquellen vor. Je nachdem, wie viele Natriumatome im Molekül gebunden sind, werden drei Varianten unterschieden: Mononatriumphosphat, Dinatriumphosphat und Trinatriumphosphat.

Wegen ihrer besonderen chemischen Eigenschaften werden Phosphate in der Lebensmittelindustrie in sehr verschiedenen Funktionen eingesetzt: Sie stabilisieren den Säuregrad von Lebensmitteln und unterstützen die Wirkung von Gelier- und Verdickungsmitteln in dem sie Calcium-, Magnesium-, Eisen- und Schwermetallionen in festen Komplexen binden. Ihre komplexbildenden Eigenschaften unterstützen auch die Wirkung von AntioxidantienAntioxidantien. Phosphate können zudem die Strukturen von Eiweißen lockern und diese so in die Lage versetzen, (mehr) Wasser zu binden. Phosphate machen daher die Herstellung von Schmelzkäsen möglich, sind aber auch in der Fleischindustrie als technische Hilfsstoffetechnische Hilfsstoffe (Kuttermittel) weit verbreitet.

Herstellung

Natriumphosphate werden mit Hilfe von Natriumhydroxid aus Phosphorsäure hergestellt.

Einsatz

Für Natriumphosphate gelten die gleichen Zulassungsbedingungen wie für Phosphorsäure (E 338)Phosphorsäure (E 338).

Natriumphosphate werden darüber hinaus unter anderem für die Enthärtung von Wasser, in Reinigungsmitteln und in der Textilindustrie eingesetzt.

Sicherheit

  • ADI‑WertADI‑Wert: 70 mg/kg Körpergewicht (für die Summe von Phosphorsäure und aller Phosphate)

  • Phosphate gelten als unbedenklich.

  • Durch große Mengen Phosphat (1,5 bis 2,5 g pro Tag) wurden ein Abfall des Calciumspiegels und ein Anstieg des Parathormonspiegels im Blut beobachtet. Die daraus abgeleitete These, eine hohe Phosphat-Aufnahme störe das Calcium-Phosphat-Gleichgewicht im Körper und führe zum Abbau von Calcium aus den Knochen, konnte jedoch nicht bestätigt werden.

  • Auch der Verdacht, dass Phosphate an der Entstehung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) bei Kindern beteiligt seien, konnte nicht bestätigt werden.

 

Siehe auch:

 

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18. März 2011 [nach oben springen]

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